Abschluss der DEM 2022

Abschluss der DEM 2022

Aus badischer Sicht lief es in diesem Jahr nicht so wirklich rund. In der letzten Runde kamen 

In der U18 unterlag Marco mit Schwarz Moritz Weishäutel. An 8 gesetzt bedeutet das für ihn Platz 12 mit 4,5 Punkten in seinem letzten DEM-Jahr. Positiv herauszustellen ist das Remis gegen Tobias Kölle in der dritten Runde, der am Ende Bronze holte. Maximilian ging als jüngerer Jahrgang an den Start und hat so im kommenden Jahr noch einmal die Möglichkeit in der U18 an den Start zu gehen. Mit den Remisen gegen Jan Jeschke und Luca Mankel hat er durchaus gezeigt, dass er auch mit Schwarz gegen Leute mit über 2000 DWZ mithalten kann. Wenn er jetzt noch ein bisschen an seinem Eröffnungsrepertoire arbeitet, dann wird auch seine Spielstärke weiter nach oben klettern. Mit zwei Punkten Vorsprung wurde Marius Fromm vom Greifswalder SV Deutscher Meister. Er gab lediglich ein Remis gegen den Zweitplatzierten Christoph Dahl und gegen Tobias Kölle ab.

Die U18w war für Jana und Katharina mit einer Achterbahnfahrt zu vergleichen. An 4 gesetzt startete Jana mit zwei Remisen ins Turnier. Es folgten zwei Siege und zwei Niederlagen, sodass sie nach sechs Runden auf Platz zwölf lag. Dann ward Jana leider etwas verspätet den Turbo an, gewann erst gegen Julia Wagner, spielte Remis gegen Kristin Dietz und siegte in der Schlussrunde gegen Ornella Falke, die Rang 4 belegte. Mit 5,5 Punkten war Jana dadurch am Ende punktgleich mit Platz vier, hatte aber die schlechteste Buchholz und belegte Rang 7. Bei Katharina zog sich das Muster Sieg, Niederlage, Remis durch das Turnier. An 5 gestartet, erspielte sie 4,5 Punkte. Wie Jana hatte sie sich in ihrem letzten U18 Jahr mehr erhofft, musste sich aber am Ende mit Platz 11 zufriedengeben.  Mit einem Start-Ziel-Sieg beendete Jana Bardorz das Turnier mit 7 Punkten auf Rang 1, gefolgt von Eva Rudolph und Catriona Dartmann Aubanell, die beide 6,5 Punkte holten

Trotz seines schlechten Starts in der U16 konnte sich Jonas wieder zurück in das Turnier kämpfen. Ab Runde 5 blieb er ungeschlagen und kam am Ende auf 3,5 Punkte. Damit erreicht er genau seinen Setzlistenplatz. Andrii gelang das ebenfalls. Mit einem Remis in der letzten Runde gegen Ivan Sidletskyi, erreichte er 5,5 Punkte und damit Rang 8. Dominiert wurde das Turnier von der hessischen Delegation. Ein halber Buchholzpunkt mehr reichte Artem Lutsko zu Platz 1 vor Dominik Laux. Auf Platz 3 kam der an 2 gesetzte Vadym Petrovskyi mit 6,5 Punkten.

Für Amina war es in der U16w ein versöhnlicher Abschluss. Mit einem Schlussrundensieg kam sie insgesamt auf 3 Punkte und landete damit nur einen Rang hinter ihrem Setzlistenplatz. Für den Titel hat es am Ende 70 Züge gebraucht, bis Maja Buchholz gegen Siri Marleen Prinzen den Sieg in der Tasche hatte. Platz 2 belegte mit 6,5 Punkten Saskia Pohle vor Yaroslava Sereda mit 6 Punkten.

In der U14 holte Tim in der letzten Runde das Ehrenremis gegen Jannik Kieselbach. Das war sein sechstes Remis in neun Runden, neben einem Sieg und zwei Niederlagen. Mit 4 Punkten kam er damit am Ende auf Platz 32 ins Ziel. Valentin und Danil erspielten je 3 Punkte. Damit erreichen beide die Region ihres Setzlistenplatz. Valentin dürfte insbesondere mit dem Sieg gegen den 100 Punkte stärkeren Alexander Bräutigam zufrieden sein, während Danil in Runde vier gegen Laurin Jahnz, den Sohn von FM Jahnz aus Berlin remisierte. Für alle drei ist es das letzte Jahr in der U14, sodass sie es in der kommenden Saison in der U16 mit den Älteren aufnehmen müssen. Dominiert wurde das Turnier von dem Trio Deuer, Payyappat, Ermitsch. An den ersten drei Plätzen gesetzt, holten alle drei sieben Punkte, wobei Marius als einziger ungeschlagen blieb. 1 Buchholzpunkt Vorsprung bescherte ihm am Ende den Titel. Noch knapper war der Abstand zwischen Sreyas (46,5) und Magnus (46), der allerdings zum jüngeren Jahrgang gehört und auch nächstes Jahr noch U14 spielen kann. Besonders hervorzuheben ist auch der 5. Platz von Hussain Besou, der noch jüngerer Jahrgang U12 ist.

Für Sophia lief es in der U14w durchwachsen. Sie punktete zuverlässig gegen schwächere Gegnerinnen, aber die Besseren war nichts zu machen. Mit 4 Punkten belegte sie am Ende von 22 gestartet Rang 26. Bei Mara lief es da schon deutlich besser. Nach dem Ausrutscher in Runde 1, zeigte sie, dass sie durchaus mit der Deutschen Spitze mithalten kann. In Runde 4 gewann sie gegen Alissa Wartenberg, die 2019 und 2020 Deutsche Meisterin war und in der letzten Runde besiegte sie Riyanna Müller, die 2021 Deutsche Meisterin U12w wurde. Gegen die diesjährige Vizemeisterin Michelle Trunz sah sie den Gewinnweg nicht und willigte ins Remis ein und auch gegen die Drittplatzierte Katerina Bräutigam hatte sie eine taktische Gewinnchance. Mit 5,5 Punkten verbesserte sie sich gegenüber der Setzliste um 2 Plätze. Als jüngerer Jahrgang will sie im nächsten Jahr wieder angreifen und dann das erklärte Ziel „Bühne“ – also einen Platz unter den ersten fünf verwirklichen. Meisterin wurde mit einem Punkte Vorsprung Dora Peglau. Sie blieb ungeschlagen und gab im Turnier nur drei Remisen ab.

Nach seinen zwei Siegen in Folge kam Levin in Runde 9 nicht über ein Remis hinaus. Mit insgesamt 5 Punkten belegte er damit Rang 24, knapp hinter seinem Startplatz. Max, der ab Runde 4 sehr stark aufspielte und nicht mehr zu bremsen war, gingen dann in der letzten Runde doch die Nerven durch und so konnte er das Turmendspiel mit zwei Minusbauern nicht mehr halten. Mit einem Sieg und 6,5 Punkten wäre durchaus der von ihm erhoffte Platz auf der Bühne drin gewesen. Trotzdem konnte er seinen Setzlistenplatz um  sechs Ränge verbessern. Beide gehören schon zum älteren Jahrgang und gehen im nächsten Jahr in der U14 an den Start.  An der Tabellenspitze entstand eine reine Buchholzschlacht. Sechs Jungs kamen auf 6,5 Punkte. Am Ende hatte Tom Dordevic mit 46,5 Buchholz die Nase vorne und erreichte Platz 3. Ein ähnliches Bild bot sich um Platz eins. Alexis Buchinger und Constantin Paul Stichter gewannen 5 Partien und spielten viermal Remis. Beide blieben also ungeschlagen. Am Ende hatte Constantin mit 47 Buchholzpunkten 1,5 Punkte Vorsprung und sicherte sich die Meisterschaft. An 12 und 11 gesetzt hätte damit vor Turnierbeginn sicherlich niemand gerechnet. Dazu kommt, dass beide Jahrgang 2011 sind und im nächsten Jahr erneut in der U12 antreten dürfen. 

Ailin holte in der U12w einen Rekord. Und zwar den der meisten Remisen. Von neun runden spielte sie sieben Mal Remis. So auch in der letzten Runde gegen Theresa Mader. An 28 gesetzt belegte sie mit 3,5 Punkten am Ende Rang 36. Bei Jenny waren die Ergebnisse gleichmäßiger verteilt. Drei Niederlagen, drei Remis und drei Siege. So auch in der letzten Runde gegen Gabriela Ignatova. Mit 4,5 Punkten landete sie 4 Plätze vor ihrem Startplatz. Währen Ailin nächstes Jahr erneut in der U12 an den Start gehen darf, ist Jenny dann schon U14. Dass man mit acht Punkten aus neun Partien nicht den ersten Platz belegt, kommt wohl nur sehr selten vor. In diesem Jahr war das aber für Tamila Trunz der Fall, die lediglich gegen die spätere Meisterin Lisa Sickmann verlor. Lisa holte starke 8,5 Punkte und holte damit einen Start-Ziel-Sieg. Platz drei belegte aufgrund der besseren Buchholzwertung Laura Sophie Bauer. 

In der U10 musste Ivan das Turnier nach acht Runden leider gesundheitsbedingt abbrechen. Bis dahin hatte er fünf Punkte erspielt und lag auf Rang 8. Dabei hatte er sich schon gegen den neuen Deutschen Meister Mykhaylo Nezhyvenko und den Vizemeister Yibo Zhang geschlagen geben müssen. Für Ho In lief es bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft sehr gut. An 22 gesetzt holte er starke 6,5 Punkte und belegte damit am Ende Rang 16. Dabei kam er unter anderem gegen den drittplatzierten Tingrui Shen, der sich mit 7,5 Punkten durch die bessere Buchholz gegen seine Verfolger durchsetzen konnte.

Für Jasmin und Shaila war es in der U10w die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft. Als jüngerer Jahrgang war es für Shaila nicht so leicht ins Turnier zu finden. Oft entschieden hier noch taktische Fehler über den Ausgang der Partie. Zur Turniermitte konnte sie dann aber doch noch ihren ersten Sieg verbuchen und hatte am Ende 3. Punkte. Jasmin startete an Platz 11 und erspielte sich 6 Punkte. Unter anderem remisierte sie gegen die spätere Drittplatzierte Lotte Nönnig. Gegen die Deutsche Meisterin Alicia Kovalsky musste sie sich jedoch geschlagen geben. Sophie startete mit 3 Siegen und remisierte in Runde vier gegen die neue Deutsche Vizemeisterin Veda Ramakrishnan. Nach 8 Runden hatte Sophie sehr gute sechs Punkte und lag damit hinter Veda und Alicia auf Rang 3. Doch dann fehlte ihr für den Endspurt die nötige Kondition, sodass sie am Ende den 15. Rang belegte. Alicia belegte mit 9,5 und nur einer Niederlage gegen Veda den ersten Platz, gefolgt von Veda mit 9 und Lotte mit 8 Punkten.

In der U8 musste sich Artur in der letzten Runde gegen Jonas Löffelholz, der schon starke 1020 DWZ aufweist im Endspiel geschlagen gaben, nachdem er durch einen Doppelangriff einen seiner beiden Türme verlor. Mit zwei Punkten belegte er den 54. Platz und verbesserte sich damit um drei Plätze. Da Artur Jahrgang 2015 ist, darf er auch in der kommenden Saison noch U8 spielen. An der Tabellenspitze holten drei Jungs 6 Punkte aus den sieben Partien. Deutscher Meister wurde Linus Becker mit 31,5 Buchholz vor Dakxwin Sutharjan mit 30,5 Buchholz und Jonathan Franz Meitzner mit 25 Buchholz. Mädchen und Jungs spielten zwar in einer Gruppe, wurden jedoch getrennt gewertet. Hier gewannt Daria Shynkar mit 5 Punkten vor Felicitas Hendler und Tiffany Tu, die jeweils vier Punkte holten.

In den offenen Altersklassen lief es für uns in der letzten Runde etwas unglücklich. Im C-Turnier gewann Haichen, legte damit einen guten Endspurt hin und hatte am Ende 4,5 Punkte auf seinem Konto. Seine Schwester Yanchen, die erst zur dritten Runde einsteigen konnte, spielte in der letzten Runde Remis und kam damit auf fünf Zähler. Lediglich ihre dritte Runde hat sie verloren. Damit landete sie auf Platz 24 knapp hinter ihrer Setzlistenposition. Nachdem Anastasiia mit vier Punkten einen tollen Start hingelegt hatte, ging ihr gegen Ende ein bisschen die Puste aus. So ein neunrundiges Turnier ist ganz schön anstrengend, meinte sie am Ende. Mit 5,5 Punkten belegte sie trotzdem einen sehr guten 8. Platz und konnte sich damit ihre erste DWZ erspielen. Das Turnier dominierte Jonas Roth vom SK Landau, der lediglich ein Remis gegen den Zweitplatzierten Hannes Ollhoff abgab. Dritter wurde Timur Akcapinar mit 7 Punkten.

Bei der ODEM A konnte lediglich Hannes in der letzten Runde einen vollen Punkt holen. Mit 5,5 Punkten verbesserte er sich um 27 Plätze und wurde am Ende 13. Zusätzlich wird er auch den ein oder anderen DWZ-Punkt dazu gewinnen. Linus musste sich nach einer taktischen Unaufmerksamkeit gegen den an sechs gesetzten Michel Kotyk geschlagen geben. Mit 5 Punkten spielte er trotzdem ein gutes Turnier und verbesserte sich um neun Plätze. Pascal und Daniel remisierten in der letzten Runde und kamen damit beide auf 5,5 Punkte. Damit liefen sie auf Platz 9 und 11 ein und konnten sich gegenüber ihrem Setzlistenplatz beide verbessern. Den Turnierdoppelsieg durften die Jungs vom SK Lehrte feiern. Während Nico Stelmaszyk mit 6,5 Punkten einen Start-Ziel-Sieg hinlegte, war der zweite Platz für den an 22 gesetzten Thore Meiwes eher überraschend. Rang drei belegte mit ebenfalls 6,5 Punkten David Kardoeus vom SV Werder Bremen.

Nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“, wollen wir abschließend noch einen Blick in die ODEM B werfen. Trotz Schlussrundenniederlage konnte Jonas mit seinen 3 Punkten seinen Startplatz verbessern und belegte am Ende Rang 47. Valentin spielte in der letzten Runde Remis und blieb mit 3,5 Punkten etwas unter den Erwartungen. Konstantin musste sich in der letzten Runde geschlagen geben und rutschte damit auf Rang 29. Maxim und Kassandra gewannen die letzte Runde. Damit kam Maxim auf 3,5 Punkte und verbesserte sich um einen Platz. Was er auf jeden Fall am besten konnte, war sich über die Süßigkeiten zu freuen, die er sich vor der Runde aus Kristins Kiste aussuchen durfte. Nach der unglücklichen Niederlage in Runde 8 gewann Kassandra die neunte Runde und kam damit insgesamt auf 5 Punkte und belegte Platz 19. Mit Dh8# beendete Alexander seine Partie gegen Lena Kallina. In Zeitnot behielt er die Nerven und den Überblick. An 16 gesetzt, kam Alexander damit auf 6,5 Punkte und belegte damit einen tollen fünften Platz. Bei der Siegerehrung wurde er dafür auf die Bühne gerufen und konnte einen kleinen Pokal entgegennehmen. Erster wurde Tugrul Türel von den Schachfreunden München mit 7,5 Punkten vor Florin Werner und Marvin Kieselbach, die beide 7 Punkte holten und 46,5 Buchholz zu verzeichnen hatten. So musste am Ende die verfeinerte Buchholz entscheiden und hier hatte Florian die Nase vorne. 

Im Medaillenspiegel hatte in diesem Jahr ganz eindeutig die Schachjugend Nordrhein-Westfalen die meisten Punkte. 4 Gold, 5 Silber und 4 Bronzemedaillen gehen nach NRW. Dazu kommen noch zwei vierte und drei fünfte Plätze. Mit insgesamt 149 Punkten landeten sie damit vor Hessen (81) und Bayern (69).

Hätte es beim Familienturnier einen Medaillenspiegel gegeben, so hätte hier Baden die Nase vorne gehabt. Yanchen und Haichen mussten leider früher abreisen und konnten so nur zwei Remisen in den ersten drei Runden holen. Danil und sein Papa Vladimir belegten mit 6-8 Punkten Platz 22. Valentin, Maximilian und Uwe Wehrle traten zwar auch schon den Heimweg an, holten vorher aber noch 8 Punkte und belegten Platz 10 unter 30 teilnehmenden Teams. Familie Hecht bestehend aus Jonas und Vater Uwe blieben ungeschlagen. Mit zwei Siegen und fünf Remisen hatten sie am Ende 9 Punkte und belegten Platz 6. Auf Platz 5 kamen mit drei Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage Andrii und Anastasiia Trushko und durften sich damit bei der Siegerehrung einen Preis aussuchen. Mit einem halben Brettpunkt mehr kamen Achim, Alexander und Sophia Hoffmanns ins Ziel und wurden damit Vierter. An der Spitze bildete sich ein spannendes Duell. Familie Büchel, Familie Jahnz und Familie Koll, bestehend aus Lukas und Linus, kamen am Ende auf 10-4 Mannschaftspunkte. Lukas und Linus blieben jedoch als einzige ungeschlagen. Mit 3 Siegen und 4 Remis holten sie 10 Brettpunkte, hatten aber am Ende 2 Buchholzpunkte mehr als Familie Jahnz und gewann damit das Familienturnier.

 

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