Badisches Schulschachfinale 2026 in Lahr
Heute fand im Bürgerpark in Lahr das Badische Schulschachfinale statt. Schulschachreferent Konrad Schönherr, Turnierleiter Jan Kath und Organisator Bernd Emmelmann hatten alles fest im Griff, sodass das Turnier um 10:50 Uhr mit lediglich fünf Minuten Verspätung starten konnte.
Gespielt wurde in insgesamt zehn verschiedenen Wettkampfklassen. Neben den begehrten Pokalen ging es für viele Teams auch um die Qualifikation zu den Deutschen Schulschachmeisterschaften. Dank des reibungslosen Ablaufs konnte die Siegerehrung sogar 15 Minuten früher als geplant beginnen. Viele Kinder nutzten jedoch noch das schöne Wetter draußen und vertrieben sich die Zeit auf dem Spielplatz oder beim Fußballspielen – und bekamen so den Beginn der Siegerehrung gar nicht mit. Am Ende konnten die drei Erstplatzierten jeder Gruppe aber stolz ihre Pokale entgegennehmen.
In der WK I gewann das Einstein-Gymnasium Kehl ungeschlagen mit fünf Siegen. Platz zwei ging an das Leibniz-Gymnasium Östringen, gefolgt vom Lise-Meitner-Gymnasium Grenzach-Wyhlen. Für diese Altersklasse ist der Wettbewerb nun beendet – noch zumindest. Auf der Jugendversammlung der Deutschen Schachjugend am vergangenen Wochenende wurde beschlossen, dass eine Deutsche Meisterschaft in dieser Klasse wieder eingeführt werden soll.
In der WK II, der einzigen Wettkampfgruppe mit sechs Brettern, setzte sich – wie bereits in den beiden vergangenen Jahren – das Gymnasium Neureut durch. Dahinter folgte ein Freiburger Doppelerfolg: Das Deutsch-Französische Gymnasium belegte Platz zwei vor dem Droste-Hülshoff-Gymnasium.
Die WK III war fest in Karlsruher Hand. Hier gewann das Goethe-Gymnasium Karlsruhe vor dem Bismarck-Gymnasium Karlsruhe. Platz drei ging an das Liselotte-Gymnasium aus Mannheim.
In der WK IV setzte sich das Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach durch, das bereits vor drei Jahren in gleicher Besetzung bei der Deutschen Grundschulmeisterschaft vertreten war. Ebenfalls für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte sich das Rotteck-Gymnasium Freiburg. Platz drei belegte das Bismarck-Gymnasium Karlsruhe.
Besonders spannend ging es in der WK V zu. Hier mussten die Brettpunkte über den Titel entscheiden, da am Ende gleich drei Teams auf sieben Mannschaftspunkte kamen – so eng war es in keiner anderen Altersklasse. Die meisten Brettpunkte sammelte das Kreisgymnasium Bad Krozingen und sicherte sich damit den Titel. Platz zwei belegte das Bismarck-Gymnasium Karlsruhe, Dritter wurde das Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen.
Als amtierender Meister ging das Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen auch in der Mädchenklasse als Favorit ins Rennen – und wurde dieser Rolle eindrucksvoll gerecht. Mit fünf Siegen aus fünf Kämpfen verteidigten die Mädchen souverän ihren Titel. Platz zwei ging an das Schiller-Gymnasium Offenburg, Dritter wurde das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Hockenheim, das – wie schon bei der nordbadischen Meisterschaft – nur mit drei Spielerinnen antreten konnte.
Die WK RS/WRS/GMS wurde erneut von der Schillerschule Bretten dominiert. Dass die erste Mannschaft alle Spiele gewann, war durchaus zu erwarten. Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass die zweite Mannschaft erneut direkt dahinter Platz zwei belegte – ein Kunststück, das den Brettenern bereits im vergangenen Jahr gelungen war. Dieser erneute Doppelsieg unterstreicht die hervorragende Arbeit von Pavel Rosenblum in den letzten Jahren.
Bei den Grundschulen wurden in diesem Jahr drei Finalgruppen ausgespielt. In der Mädchenkonkurrenz setzte sich die HPC Deeper Learning Schule Heidelberg durch, die nur ein Unentschieden abgab und ansonsten alle Kämpfe gewann. Platz zwei ging an die Eichendorff-Schule Lörrach, gefolgt von der Oststadtschule Mannheim 2 und 1 (ja Team 2 landete vor Team 1).
Auch die jüngsten Spielerinnen und Spieler der Klassen 1 und 2 ermittelten ihren badischen Meister. Die Tabelle zeigte, wie schwankend die Leistungen in dieser Altersklasse noch sein können: In der ersten Runde besiegte der spätere Sechstplatzierte noch den späteren Meister. Die Breisacher ließen sich davon jedoch nicht beirren und gewannen anschließend alle weiteren Runden souverän. Platz zwei belegte die HPC Deeper Learning Schule Heidelberg, Platz drei ging an die Grundschule Kämpfelbach.
In der offenen Grundschulklasse mit Spielerinnen und Spielern aus allen vier Klassenstufen zeigte sich ein ähnliches Bild wie bereits bei der nordbadischen Meisterschaft. Die Markus-Grundschule Neulußheim gewann alle Kämpfe und wurde verdient Badischer Meister. Die Fröbelschule Heidelberg verlor lediglich knapp mit 1,5:2,5 gegen Neulußheim und gewann alle übrigen Begegnungen – damit sicherte sie sich Platz zwei. Beide Teams haben sich damit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Platz drei belegte die Grundschule Horben.
Um 15:30 Uhr war die Siegerehrung beendet und alle Teams konnten sich auf den Heimweg machen. Nun drücken wir unseren badischen Vertreterinnen und Vertretern die Daumen für die Deutschen Schulschachmeisterschaften, die zwischen April und Juni stattfinden werden.











































































