DLM / Tag 6 – Baden sucht verzweifelt Strg+Z

DLM / Tag 6 – Baden sucht verzweifelt Strg+Z

Ehe wir uns versahen, waren die sechs Tage in Neumünster schon wieder vorbei und wir auf dem Rückweg. Wir nutzten die 888 Kilometer im ICE, um noch einmal ausführlich über den letzten Tag zu berichten. 

Heute ging es gegen Sachsen um den 3. Platz. Leider versuchten in der Partie einige badische Spieler zu viel verzweifelt Strg+Z zu drücken. Am Ende sprang ein 8. Platz heraus, aber das Team bewies, dass es auch mit Spitzenteams mithalten und sie sogar schlagen kann. Wir trösten uns mit dem inoffiziellen Titel des sarkastischsten Teams und hoffen, dass ihr diesen frenetisch bejubelt.

Vom Team bejubelt wurde ebenfalls die fantastische Leistung von Benedikt Dauner am 2. Brett, mit 6 Punkten aus 7 Partien, und einer GM-like Performance von 2489. Dies reichte souverän zum „Player of the Team“.

Bereits im ersten Bericht kamen Zweifel auf, ob der Ort Neumünster auch tatsächlich existiert. Offensichtlich hatte der Pokalhersteller ähnliche Zweifel und strich kurzer Hand das zweite N auf allen Medaillen. Dank des aufopferungsvollen Einsatzes der DSJ-Teamer wurden diese in mühevoller Kleinstarbeit in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ ersetzt. Auch sonst lief zumindest vordergründig alles reibungslos ab. Hier einen herzlichen Dank an das ganze DSJ-Team.

Die Jugendherberge war durchschnittlich. Ebenso die Schließfähigkeit der Zimmertüren, im Schnitt war sie in Ordnung. Um die Tür der Mädchen schließen zu können, war ein Mindestkampfgewicht von 50 kg erforderlich, während die Tür im „Alt-Herren-Zimmer“ offensichtlich ein Zufallszeitschloss besaß und sich von Zeit zu Zeit selbstständig öffnete.

Als wir es endlich schafften den Engländer aus unserem Abteil zu vergraulen, stieg die Qualität dieses Berichtes durch die Unterstützung unserer Öffreferentin Kristin merklich an, wie ihr bereits an den ersten beiden nicht sarkastischen Sätzen merkt.

Hier ein paar Worte zur Bahn/-odyssee:

  • Dank norddeutscher Gemütlichkeit ist der ICE genauso schnell in Hamburg wie der Regionalexpress.
  • Die beste Bahn-Angestellte: „Willkommen in unserem Zug nach…… {wtf (frei: verdammt), so lange bin ich noch in diesem Zug}…… Basel“
  • Ausstieg ist in Fahrtrichtung rechts links
  • Die Sonne scheint irgendwie von beiden Seiten
  • Jonas am online Blitzen auf der Heimfahrt: „Nein, nein, Tunnel“
  • Auf der Heimfahrt schafft es ein Betreuer auch noch alle Handynummern einzuspeichern.
  • Dank eines Spielers kamen wir auch noch in den Genuss „Suche 32“ im Zugabteil spielen zu dürfen
  • Man muss Privilegen setzen

Wir haben auf diesem Abenteuer nur einen Geldbeutel und keinen Teilnehmer verloren. Das scheint uns für eine Gruppe Schachspieler eine ordentliche Quote zu sein.

Danke an alle TeilnehmerInnen, BetreuerInnen und anderen Organisatoren der SJB.

Danke an den masochistischen Leser, der bis zu dieser Stelle durchgehalten hat, wir hoffen die Langzeitschäden sind nicht allzu erheblich.

Euer (Sarkasm)-Team Baden

 

 

Update:

Der Geldbeutel ist unter den üblichen Nebenerscheinungen des Schachspielens wieder aufgetaucht.

Der Freude über die Unterstützung von Kristin wich bald die Erkenntnis, dass die These von „Kristin+Bahn+Mannheim = Problem“ mal wieder bewiesen werden mussten. Dazu der folgende Chatverlauf:

  • „Hast du den ICE um 15:31 Uhr genommen?
  • K.: „Was denkst du?“
  • „Dass der in Mannheim endet, deutet darauf hin….“

An dieser Stelle einen Dank an die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn. Selbst wenn der planmäßig letzte Zug aufgrund eines technischen Defektes liegen bleibt, kann man sich darauf verlassen, dass es einen weiteren Zug gibt, der ausreichend Verspätung hat, um einen doch noch ans Ziel zu bringen.

 

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